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Grotten von Vallorbe und "Trésor des Fées"

Vorlegung

Offen zur Besichtigung seit einem viertel Jahrhundert, die Grotten von Vallorbe im vaadländischen Jura offerieren ein faszenierendes Spektakel von Minerale in Wert gesetzt durch die natürliche Beleuchtung.


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Während millionen Jahren wurden die Kalkschichten durch die Orbe ausgewaschen, ein Fluss der den unterirdischen Weg benützt und als spritzende Quelle zum Berg rausfliest, die Grotten von Vallorbe sind die getreuen Zeugen.

 

Im Inneren der Grottte befindet sich eine der schönsten Ausstellungen von Mineralien in Europa « Trésor des Fées ». Eine Kollektion von über 250 Mineralien aus der ganzen Welt, ausgestellt in vier ausgeborten Hohlräumen.

Grottes de Vallorbe

  • Nationale Koordinanten : 516.405/ 172.477/776
  • Höhe der Grotte (Eingang) . 750 m
  • Höhe des Wiederausflusses (Quelle) der Orbe : 776 m
  • Länge der unterirdischen Orbe (Luftlinie) : 2980 m
  • Höhenunterschied der unterirdischen Orbe : 228 m
  • Schüttung der Orbe : von 2 m3/sek.(Niedrigwasser) bis 80 m3/sek. (Hochwasser)
  • Lufttemperatur (Konstant) : 11°C
  • Wassertemperatur : von 4 bis 13°C
  • Der erste Taucherversuch (11 m) : 1893
  • Jahr der ersten Forschung der unterirdischen Höhle : 1961
  • Jahr der Entdeckung der Grotte von Ch. Giurumello: 1964
  • Jahr der Eröffnung für die Besichtigung : 1974

 

 

HISTORISCH

Es war einmal :

Von Seite der Höhlenforschung gesehen, ist die Gemeinde von Vallorbe eine der begünstigsten des Kantons. Ihre Feengrotten sind schon seit langer Zeit berühmt und die Grotte des Wiederausflusses der Orbe ist eine Naturerscheinung des Schweizer Untergrundes, welche ausserhalb unserer Grenzen weitaus bekannt ist.

Vor 150 Millionen Jahren, an der Stelle wo sich heutzutage die berühmten « Grotten der Orbe » entfalten, bedeckte ein seichtes Meer das ganze Land. Langsam aber sicher, den Meeresablagerungen ausgesetzt, bilden sich die Felsblöcke, die uns jetzt hier umgeben. Weiter oben im Norden vibrieren die Ufer des aus dem Meer hervorgetauchten Erdoberfläche « Vallorbe und das Kerbtal La Dernier, wo die unterirische Orbe hervorspringt » noch unter den Schritten der berühmten Dinosaurie. Die Landschaft dieser Zeiten sah sicher den heutigen Bahamas ähnlich, mit einer Menge von flachen Inseln in dem azurblauen Wasser zerstreut. Dan verliefen Millionen von Jahen und die Schicht der Ablagerungen erhöhte sich. Was die Gegend von Vallorbe berifft, hat sich in weniger als 10 Millionen Jahren eine Schicht von 200 Metern von ausgezeichnetem « Grottenkalk » gebildet.

Die geologische komplexe Geschichte dauerte noch 120 Millionen Jahre, während denen eine Menge von verschiedenen Ablagerungen sich schichtenweise absetzten (Kalk, Mergel, Tonerde, Sanstein ,Gesteingemisch usw)

Vor ungefähr 7 Millionen Jahren hat sich das Meer endgültig zurückgezogen, denn ungeheure tektonische Naturkräfte veranlassten, dass unermessliche Erdoberflächen sich aus dem Meer erhoben. Der Zeitpunkt des Zusammenstosses zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent war gekommen ; die Bergketten der Alpen und des Juragebirges waren geboren ! Aus dieser Verbindung von Meeresablagerungsgestein und Naturkräften entstanden die günstigen Verhältnisse zur Bildung des unterirdischen Netzes von atemberaubender Schönheit der Orber Grotten, welche wir heutzutage durchwandern können. Nachdem dieser raumzeitlich äusserst vereinfachte Rahmen gestellt ist, sollte man den Hauptdarsteller, welcher für diese fantastischen Aushöhlungen verantwortlich ist, sich ausdrücken lassen : das UNTERIRDISCHE WASSER.

Seit 1992 steht den Besuchern eine wunderschöne Steinsammlung « Trésor des Fées » ausgestellt in vier Zellen zur verfühgung.

In den siebziger Jahren hat sich die Forschungstätigkeit vermindert, da es immer schwieriger wurde weiter vorzudringen ; aber dies hindert die Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung nicht, die unterirdische Forschung von Siphon zu Siphon vortzusetzen.

Schon zu allen Zeiten und in der ganzen Welt haben aus Felsen hervorsprudelnde Quellen mit kristallklarem Wassser die Menschen fasziniert. Diese Geburtsstätten haben immer Neugier und Respekt erweckt, sei es in Bezug auf eine gewisse Mystik oder, mehr prosaisch, in Bezug auf die direkte Benutzung dieses lebenswichtigen Elements. Die « Quelle der Orbe » entgeht dieser Regel nicht, und der imponierende unterirdische Fluss, welcher stromaufwärts von Vallorbe zum Vorschein kommt, bildet seit langem einen wichtigen Bestandteil der kleinen Jurastadt. Nachdem es niemandem gelang « in » den Berg auf natürlichen Weg einzudringen (Grotten, Höhlen, Schluchten, Kamine) haben die allerersten Erforscher sich der Quelle selbst zugewandt. So stieg der Taucher PFUND, mit einem mit Bleisohlen ausgerüsteten schweren. Taucheranzug, in die Quelle hinab und erreichte eine Tiefe von 11 Metern. Er konnte nur feststellen, dass sich die weiträumige Galerie weiter in die Tiefe erstreckte.

Zur gleichen Zeit haben L. Reymond (1865) C.Guiguer (1884), F.-A Forel und H. Golliez (1892, sowie L. Piccard (1893) Beobachtungen mittels Wasserfärbungsersuche durchgeführt und bewiesen, dass eine unterirdische Verbindung zwischen dem Vallée de Joux (Brenet-See) und der Oberquelle bestand.

Dann verging wieder einige Zeit, und da die Tauchtechniken nicht schnell vorangingen und die Suche der Höhlenvorscher nach einem natürlichen Eingang vergeblich blieb (P.J. Baron 1951), musste bis 1961 zugewartet werden, bis ein neues Taucherteam sich für die Quelle interessiert. Drei junge Taucher vom Unterwassersportzentrum Genf, Gallet, J.C. Protta und A. Sauty, welche mit autonomen Taucheranzügen ausgerüstet waren, konnten 40 Meter in die wasserversenkte Höhle vordringen.

Im darauffolgenden Jahr tauchte das gleiche Dreierteam fünf Mal in der Quelle. 120 Meter nach dem Eingang entdeckten sie einen unübersehbaren grossen wassergefüllten Saal, dessen Felswände sich in der Nacht verloren. Bei ihrem letzten Erforschungstauchen konnten sie 140 Meter vom Eingang entfernt eine Tiefe von 25 Metern erreichen, was für damals eine grossse Leistung für Siphontaucher bedeutete.

Es waren andere Taucher die 1964 die Forschung fortsetzten. Ch. Giurumello unternahm am 12. September eine weitere Erforschung. Die Forschungen wurden mit B. Santandrea weitergeführt und mit Hilfe von R. Gamba und J.-F. Morel erreichte, im Jahr 1966, alsdann die Entwicklung der entdeckten trockenen Galerien bereits mehrere hunderte von Metern. Die prachtvollen Diapositive, welche aus den Grotten gebracht wurden, bewiesen es, Gerüchte kamen zu Ohren der Bevölkerung und sie begann sich für diese mysteriösen Expeditionen zu interessieren.

Einige Bürger aus Vallorbe, P. Robert A. Künzli, M. Oulevay und A. Jaillet (Bürgermeister), interessierten sich lebhaft für diese Entdeckungen und nahmen mit den vier Tauchern Kontakt auf. Ein Ausschuss wurde darauf gegründet, welcher die Finanzierung der Arbeit sicherte. Eine erste künstliche Galerie wurde gebohrt, damit die Höhle trochenen Fusses besucht werden konnte. Die Forschungstätigkeiten der trockenen Teile des Höhlennetzes wurden in den fogenden Jahren von den vier Tauchern und Höhlenforschern intensiv weitergeführt, denn es wurde beschlossen, die Grotten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen Die Zusammenarbeit mit den vier Spezialisten war für die Initiatoren, wie z.B. P. Robert, unentberlich, während dieser den finanziellen Teil des Projektes verwaltete.

Nach nicht nur sportlichen sondern auch technischen Abenteuern wurden die Grotten der Orbe im Jahr 1974 den Besuchern, zur Freude aller, eröffnet. Seit diesem symbolischen Tag wurden die Entdeckungsexpeditionen und der Ausbau der Höhle ununterbrochen weitergeführt.

Während ihrer 20 jährigen Existenz hat die Gesellchaft der Grotten von Vallorbe AG ständig die Verbesserung der touristischen Ausrüstung weiterverfolgt. So hat man 1983 den extremsten Punkt, den die Besucher mit Stöckelschuhen erreichen können, um 100 Meter stromaufwärts versetzt. Von da aus gibt ein Lichtspiel einen wundervollen Blick in den « Grossen Saal ». 1986 wurde eine zweite künstliche Galerie als Verlängerung der ersten gebohrt, damit man die entfernten Teile der Grotte direkt erreichen konnte, Vor kurzem, im Jahr 1992 hat W. Zehnder, aktueller Vorstand der Grotten die « Schatzkammer der Feen » dem Publikum eröffnet. Vier mächtige Räume wurden im Felsen, gleich neben dem künstlichen Eingang der Grotte, ausgegraben. Eine originelle Baukunst des Architekten und eine wunderschöne Steinsammlung führen dazu bei, dass der Besucher mit einem vollkommen einzigartigen Eindruck den Grottenbesuch beendet. Was die Zukunft berifft, kann diese in jeder Hinsicht mit Begeisterung ins Auge gefasst werden.

Die Schweizer Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH) spielte ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Erforschng und der Studie dieser Höhle. Ab 1978 unternahm ein Team der SGH, unter der Leitung von M. Audetat, systematisch die Untersuchung aller trockenen Galerien und entdeckte dabei mehrere hunderte von Metern von neuen Gängen (G. Favre, C.Wacker und ihre Mitarbeiter). Parallel nahm ein Taucherteam der SGH und der Genfersee-Gruppe für unterirdisches Tauchen (C. Brandt, O.Isler und ihre Mitarbeiter) die in der Höhle unter Wasser stehenden Gebiete sowie die Siphone in Angriff. Eine sehr präzise Topographie des Eingangssiphons wurde erstellt. Dann wuden die wasserversenkten « Siphon der Felsblöcke » Nr. 1 und Nr. 2 von den Tauchern durchquert und die « Galerie der Hoffnung » entdeckt, die bis zum « Siphon der Verzweiflung » führt. Die achtziger Jahre brachten keine wichtigen Entdeckungen zu Tage, denn es wurde immer schwieriger in den Galerien Fortsetzungen zu finden. Dagegen wurde der « Badewannen-Siphon » durchtaucht, wonach die Taucher die aktive Orbe über ca. 100 Meter aufwärts gingen, bis zu einer wuchtigen Geröllhalde, welche die Galerie vollkommen versperrt. Obwohl immer eine Möglichkeit besteht « Neues » in dem bekannten Teil zu entdecken, konzentrieren sich von nun an die Bemühungen auf den einzig bleibenden und versprechenden Punkt : das Eintauchen in den « Siphon der Verzweiflung ». Nach viel Arbeit von mehreren Gruppen der SGH, um diesen Versuch vorzubereiten, gelang es dem Taucher J.J. Bolanz, im Jahre 1990, den Siphon zu durchqueren. Er fand die erhoffte « Fortsetzung » in einer Tiefe von über 55 Metern.Die Aufwärts gehende Abzweigung des Siphons führt in einen gigantischen Saal, welcher chaotisch mit Felsblöcken besät ist und nach 200 Metern zu einem neuen Siphon stromaufwärts führt, was die gegenwärtige Endstaion der Höhle darstellt.


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